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[ Aktualisiert: 14. März 2008 ]   

 

ARCHIMEDES

 

Griechischer Mathematiker und Naturforscher, in Syrakus geboren und gestorben (285 - 212 v. Chr.)

 

Archimedes war einer der wichtigsten Pioniere der modernen Naturwissenschaften und einer der grössten Mathematiker und Ingenieure der Geschichte. Er leistete bedeutende Beiträge zu Geometrie und Mechanik. Archimedes begriff die Notwendigkeit, Theorien durch Experimente zu untermauern und erkannte, dass physikalischen Phänomenen Regeln zugrunde lagen, die sich mathematisch erfassen liessen. Zusammen mit Euklid übte Archimedes grossen Einfluss auf spätere Wissenschaftler wie Newton und Galilei aus.

 

Archimedes wuchs in der sizilianischen Hafenstadt Syrakus auf, wo er auch die meiste Zeit seines Lebens verbrachte. Sein Vater Phidias war Astronom und Freund des sizilianischen Königs Hieron II. Archimedes studierte in der ägyptischen Stadt Alexandria, dem damaligen Zentrum der griechischen Kultur und Sitz der legendären Bibliothek. Euklid hatte dort zudem seine Akademie gegründet.

 

Archimedes machte eine Vielzahl von Entdeckungen und praktischen Erfindungen. Leider sind die meisten seiner vielen Aufzeichnungen und Büchern verloren gegangen. Er zeichnete sich durch einen klaren und präzisen Stil bei seinen mathematischen Abhandlungen aus, seine Experimente pflegte er in anekdotischem Stil zu beschreiben.

 

"Gebt mir einen Hebel der lang genug ist, und ich werde Euch die Welt bewegen"

 

Archimedes bewies Hebel- und Schwerpunktgesetze, entdeckte Formeln zur Volumen- und Oberflächenberechnung gekrümmter Körper, erfand fast die Integralrechnung, entdeckte beinahe den Logarithmus und beschrieb das Gesetz des hydrostatischen Auftriebs von Körpern in Flüssigkeiten. Damit konnte er erklären, warum Körper schwimmen.

 

Eine berühmte Anekdote beschreibt, wie Archimedes dieses Prinzip anwandte, um zu beweisen, ob die Krone König Hierons aus purem Gold bestand oder nicht:

 

Eines Tages hatte Archimedes wieder einmal eine sehr schwierige Aufgabe zu lösen. Er musste herausfinden, ob die Krone seines Königs aus reinem Gold besteht, oder aus einer minderwertigen Legierung.

Das Problem dabei war, dass man die Krone eines Königs nicht einfach einschmelzen kann, um die Menge des Goldes zu messen. Das spezifische Gewicht von Gold war ja schon bekannt, aber in diesem Fall nützte es nichts. Die Krone konnte man nicht wirklich ausmessen sondern nur wiegen. Es war wieder einmal zum Verzweifeln. Zur Entspannung nahm Archimedes ein Bad. In seiner Zerstreutheit aber liess er die Wanne bis zum Rand überlaufen. Als er sich hinein legte lief das Wasser natürlich über.

 

 

Blitzartig kam Archimedes die Erleuchtung: Wenn er die Krone auch in Wasser tauchen würde, hätte das verdrängte Wasser das gleiche Volumen wie die Krone selbst. Anhand des Volumens und des Gewichts wäre der Goldgehalt der Krone leicht zu bestimmen. Archimedes erkannte sofort die Tragweite seiner unglaublichen Entdeckung. In seiner übertriebenen Freude rannte er, immer noch nackt wie er war, auf die Strasse hinaus und rief:

 

"HEUREKA ! HEUREKA !"

"Ich habe es gefunden !"

 

Die Leute auf der Strasse schüttelten natürlich nur den Kopf und wunderten sich über den verrückten Mann ohne Kleidung!

 

Diese berühmte und amüsante Begebenheit erinnerte Christopher Pehl (1964 n. Chr.) an sein eigenes Badezimmerverhalten. Und so entstand der Name HEUREKA HEUREKA für eine aussergewöhnliche Idee. Christopher hat seine besten und manchmal auch sehr ungewöhnlichen Eingebungen meistens auch im Badezimmer. Er ist ein typischer Wassermensch. Sein Leben war bisher ungewöhnlich und manchmal scheint auch Christopher gedanklich etwas abwesend zu sein. Um einen Tipp oder eine Problemlösung ist er aber selten verlegen.

 

Bereits vor etwa 2200 Jahren machte Archimedes mehrere sehr nützliche Erfindungen. So entwickelte er eine Wasserschraube, die praktisch unverändert bis heute zur Bewässerung eingesetzt wird.

 

 

Nebenbei erfand er einen Apparat, der die Bewegung der Himmelskörper darstellen konnte, sowie einen Diopter, mit dem man den Durchmesser der Sonne bestimmen konnte. Nach dem damaligen Weltbild eine besondere Leistung. Archimedes machte während der römischen Belagerungen auch mehrere militärische Erfindung, unter anderem ballistische Schleudermaschinen, die sehr grosse Steinen katapultieren konnten. Diese wurden wahrscheinlich bei der römischen Belagerung zur Verteidigung der Stadt gegen die angreifenden Schiffe eingesetzt. Die berühmten Hohlspiegel, mit denen römische Schiffe in Brand gesteckt werden sollten, waren theoretisch zwar denkbar, wurden aber wahrscheinlich nie angefertigt. Leonardo da Vinci, nicht nur Maler und Erfinder, war nur einer von vielen, die versuchten, die Brennspiegel des Archimedes nachzubauen.

 

 

Der von Galileo Galilei als "göttlich" bezeichnete Archimedes blieb lange lebendig und beflügelte den wissenschaftlichen Ehrgeiz vieler Forscher. Schon bald nach seinem Tod war Archimedes zum Mythos geworden: Man traute ihm fast alles zu. Mythen sind manchmal unsterblicher als die historische Wahrheit. Mathematisch betrachtet übertrafen die Kenntnisse des Archimedes allerdings absolut jeden Mythos. Seinen genauen Näherungswert an die Kreiszahl PI, wohlgemerkt mit einfachsten Mitteln vor über unglaublichen 2200 Jahren errechnet, wird bis heute verwendet.

 

Welche enormen Auswirkungen Archimedes mit seinen wissenschaftlichen Arbeiten und Entdeckungen auf die kommenden Jahrtausende hatte, war zur damaligen Zeit nicht voraussehbar. Ohne Archimedes wäre so manche technische und mathematische Entwicklung viel später oder etwas anders verlaufen. Das hätte bis in unsere heutige Zeit zweifellos sehr starke Auswirkungen gehabt. Unzählige Forscher und Gelehrte wurden durch Archimedes inspiriert und nachhaltig beeinflusst.

 

Archimedes war offenbar der typische zerstreute Wissenschaftler, der von einer tiefen Hingabe für seine Forschungen erfüllt war. Es wurde berichtet, dass er oft spielte, schrieb und zeichnete. Dabei hatte er mindestens so komplexe Gedankengänge wie berühmte heutige Genies. Das geht eindeutig aus seinen Aufzeichnungen hervor, die bisher gefunden wurden. Bei dem Angriff der Römer war er, wie immer, stark in seine Arbeit vertieft. Tragischerweise erweckte er beim Einmarsch der Römer deren Aufmerksamkeit. Durch seine gedankliche Abwesenheit machte er bei seiner Verhaftung einen römischen Soldaten zornig, als dieser sein Haus betrat. Nach seinen letzten Worten: "Störe meine Kreise nicht" wurde er leider von dem Unwissenden erschlagen. Der Soldat wusste natürlich nicht, welchen genialen Gelehrten er vor Augen hatte. Immerhin zollte der römische Kommandeur, Marcellus, dem toten Archimedes noch Respekt. Er sorgte für eine ehrenvolle Bestattung seines genialen Widerstandskämpfers. So die Überlieferungen. Das Grab von Archimedes kann man noch heute im schönen Sizilien besuchen.

 

Heute wissen wir, dass es in der gesamten Welt tatsächlich niemanden gab, der seinen Platz hätte einnehmen können. Auch nicht Jahrhunderte danach. Viel zu weit war Archimedes seiner Zeit voraus. Gerade die Unendlichkeit ist in der Mathematik ein wichtiger Bestandteil, ja geradezu ein Mysterium in sich und auch für heutige Genies kaum verständlich. Archimedes berechnete zum Beispiel den Rauminhalt des Universums und füllte dieses in Gedanken mit Sandkörnern. Wohlgemerkt etwa 200 Jahre bevor Jesus Christus geboren wurde! Typisch Archimedes kann man nur sagen, denn er kam auf die phantastische Menge von 1000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 (10 hoch 62) Sandkörnern! Das klingt völlig verrückt, ist aber historisch bewiesen. Ausprobieren wird das hoffentlich niemand.

 

Einige seiner grössten Ideen und Aufzeichnungen gingen leider über die Jahrtausende verloren. Wären sie den Wissenschaftlern und Mathematikern im Mittelalter zur Verfügung gestanden, wäre die heutige Welt, so wie wir sie kennen sicher völlig anders. Vorausgesetzt jemand hätte seine Aufzeichnungen auch verstanden, was keineswegs so selbstverständlich ist. Vielleicht war es ganz gut, dass die technische Entwicklung nicht beschleunigt wurde. Spannend wie ein Krimi erscheint uns aber die folgende Geschichte:

 

Einem Mönch ging im 12. Jahrhundert das Papier aus und so "reinigte" er kurzerhand das vorhandene "Altpapier" seiner unbedeutenden Vorfahren von dessen Tinte. Dazu kratzte er die erhabene Tintenschrift mit einem sehr scharfen Messer ab und funktionierte das seltsame Buch, des ihm unbekannten und auch sonst unverstandenen Archimedes, in ein Gebetbuch um. Papier war schliesslich sehr teuer und konnte so, wieder verwendet werden. Und Gottesbücher waren zu dieser Zeit viel populärer als schnöde Mathebücher. Wer kennt nicht den Roman / Film "Der Name der Rose"? Die Pfaffen hätten im dunkelsten Mittelalter am liebsten jedes Buch umgeschrieben. Auf genau diese Weise sind die meisten Werke genialer Köpfe vernichtet worden, wenn sie nicht den Flammen der heiligen Inquisition zum Opfer fielen.

 

Nach einer zufälligen und flüchtigen Entdeckung, eben dieses "Gebetbuches" und seines leicht durchscheinenden mathematischen Hintergrundes im Jahre 1906, verschwand dasselbe in den Wirren des ersten Weltkrieges wieder. Nach einer unglaublichen Odyssee fanden detektivische Wissenschaftler erst 1991 erneut, dieses inzwischen stark beschädigte "Gebetbuch". Ein ahnungsloser aber geschickter Fälscher hatte es zu allem Überfluss auch noch mit grossflächigen Malereien "veredelt", weil das Papier schon so schön alt war, sprich wertvoll. Ein bemaltes Buch ist schliesslich ein Kunstwerk, für das wesentlich mehr verlangt werden kann, als nur für normale handschriftliche Texte. Dieses "Kunstwerk" befindet sich nun endlich in der Obhut liebevoller Restauratoren, nachdem ein ahnungsloser Milliardär aus der Computerbranche das verschollene Werk von Archimedes für unglaubliche 2 Millionen Doller ersteigerte. Der ganze Schwindel flog erst bei der Restauration auf. Es gelang mit Hilfe modernster Technologien die Schriften, die sich inzwischen in einem entsetzlichen Zustand befanden, wieder einigermassen lesbar zu machen. Die Abhandlung des Archimedes "Die Methodenlehre" ist ein unschätzbares Werk, welches dank moderner Drucktechnik hoffentlich irgend wann einmal im Buchhandel erscheinen wird. Und das auch noch zu einem modernen "Spottpreis". Bis dahin wird allerdings noch "etwas" Zeit vergehen, obwohl die besten Experten aus aller Welt fieberhaft daran arbeiten. Zu schlecht ist leider der Zustand, was die Arbeit sehr erschwert...

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