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[ Aktualisiert: 26. Oktober 2007 ]   

 

ÜBER MICH

 

 

VORWORT

Wir leben in einer Welt, die sich hauptsächlich mit Oberflächlichkeiten befasst. Menschen lieben Titel, Diplome, Zeugnisse, Orden, Auszeichnungen und finanziellen Reichtum. Nur sagen diese Dinge REIN GAR NICHTS über Herzensbildung, Moral, Qualität oder Kompetenz eines Menschen aus. Oft ist gerade das Gegenteil der Fall: Viele ruhen sich auf ihren alten Titeln aus und entwickeln sich aus Eitelkeit nicht weiter! Wer nicht stehen bleiben möchte, muss sein Wissen und seine Qualifikationen stets neu überarbeiten und seine innere Einstellung neu überdenken. Ein Doktor, ein Politiker, ein Techniker oder ein Computerspezialist, der sich ausschliesslich auf sein veraltetes Studium verlässt, kritiklos und obrigkeitsgläubig seinen greisen Lehrern huldigt, bleibt mit der Zeit stehen. Erkenntnisse und Weiterentwicklungen sind nicht statisch sondern lebendig und müssen immer wieder neu überdacht werden. Jegliche Ausbildungen sind wichtig, stellen aber immer nur eine Basis für das heutige Wissen dar. Denken wir nur an den Führerschein. Niemand kann heute die Kunst des Autofahren beherrschen, nur weil gestern der Fahrprüfer beim Einparken gnädig war. Unsere "genialen" Politiker waren schliesslich durchweg lauter "Einserschüler".

 

Für mich zählen keine Titel. Für mich zählt nur die menschliche Leistung. Das ist Auszeichnung genug. Manche Leute können aus purer Angst, Neid oder Missgunst meine Art zu leben, zu arbeiten oder zu denken nicht ganz nachvollziehen. Ich möchte den Menschen mit dieser Internetseite meiner Selbstdarstellung nur zeigen, dass grundsätzlich fast alles möglich sein kann und jegliche Beschränkung oft nur eine Illusion unseres eingeschränkten oder verbildeten Geistes darstellt. Schöne Zeugnisse und Auszeichnungen oder auch das Abitur sind niemals ein Beweis für Intelligenz, Erfolg, Moral, Reichtum oder gar seelisches Glück. Sinnlos angehäuftes Wissen hat genau so wenig Wert wie übermässiger, dekadenter Besitz.

 

Wer ist Christopher Pehl ?

Eine Selbstdarstellung zum besseren Verständnis:

 

Auf den Planet Erde kam ich am 21.11.1964 um 8:30 in Garmisch-Partenkirchen / Deutschland als Sohn meiner Eltern:

 

Barbara, Jahrgang 1930, aus einer norddeutschen traditionsreichen Mediziner- und Gelehrtenfamilie. Liebevoll und couragiert brachte Sie viele Opfer für uns vier Kinder. Sie arbeitet heute immer noch als sehr beliebte Kosmetikerin und berät und hilft mit ihrer praktischen Lebenserfahrung viele Menschen.

 

Friedrich Wilhelm, (1908-1997), war ein sympathischer, hilfsbereiter, humorvoller Idealist und Freidenker mit einem wirklich sehr abenteuerlichen Leben. Er war ein ausgesprochenes Universaltalent: Schreiner, Maler, Skilehrer, Bergführer, Fotograf, Kameramann, Kriegsfotograf, Fotoverleger, Reisekaufmann und Musiker. Die Familie Pehl stammt aus dem Fränkischen.

 

Das Wappen der Familie Pehl zeigt einen Pelikan, der seine Jungen mit seinem eigenen Fleisch füttert, als Symbol für Aufopferung und Barmherzigkeit.

 

   

 

Meine sehr praktisch veranlagten Eltern führten in den sechziger und siebziger Jahren des letzten Jahrtausends eine Gästepension, ein Geschenkartikelgeschäft und einen Fotoverlag. Meine Vorfahren mütterlicherseits hatten sich einer langen Tradition angeschlossen, die aus Wissenschaft, Medizin und Musik bestand. Weit gestreute Interessen in jegliche berufliche Richtung wurden mir so zusagen schon früh in die Wiege gelegt. Bevor ich lesen und schreiben konnte, stöberte ich bereits in der Büchersammlung meiner Vorfahren. Ich zeigte schon in frühester Kindheit wissenschaftliches Interesse in jeglicher Form und Richtung. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

 

Da unsere Familie die unterschiedlichsten Freunde, Bekannte, Gäste oder Patienten hatte, wurde durch den ständigen Kontakt mit Fremden der Grundstein für mein abwechslungsreiches Leben gelegt. Hierbei sei auch der Astrophysiker Heinz Haber erwähnt, der meine Neugier auf dem Gebiet der Astronomie, Astrophysik und Aeronautik weckte. Ich war fasziniert von seinen wissenschaftlichen Sendungen der beginnenden Raumfahrt im damaligen Schwarz-Weiss Fernsehen. Kinder sind ja neuen Erfahrungen und Erkenntnissen gegenüber oft aufgeschlossen. Ob Archäologie, Raumfahrt, Biologie oder Fotografie... alles war interessant für mich.

 

Wie viele Jungen in dem Alter hatte auch ich ein Aquarium, züchtete Amphibien und Krebse, sammelte Fossilien, Mineralien, Bücher und natürlich alles über Dinosaurier. Sehr talentiert war ich im Modellbau und fertigte allerlei Dinge aus den unterschiedlichsten Materialien an. Vorgefertigtes Spielzeug im herkömmlichen Sinne bekamen wir in dieser Zeit kaum, statt dessen spielten wir mit allerlei technische Abfallprodukte aus den Betrieben. Da gab Teile aus Holz, Metall oder auch, Filmrollen und viele andere Dinge, die bei Kindern eine spielerische Fantasie und Kreativität stark förderte.

 

 

Um die Geheimnisse der Technik besser zu verstehen, zerlegte ich leidenschaftlich gerne Maschinen und Geräte aller Art und sammelte dabei viele Erfahrungen. Manchmal natürlich auch zum Leidwesen meiner Eltern. Eine amüsante Episode sei zum besseren Verständnis erwähnt:

 

Einmal demontierte ich die einzige mechanische Schreibmaschine meiner Eltern in sämtliche Einzelteile, mit der Begründung ich wolle sie reinigen, reparieren und bei dieser Gelegenheit auch gleich ein paar technische Verbesserungen vornehmen. Der Ärger war zunächst ziemlich gross, aber meine Eltern waren nicht mehr böse, nachdem ich sie wieder zusammengebaut hatte, und sie tatsächlich besser funktionierte als vorher.

 

   

 

Im Werkunterricht bekam ich manchmal Lob für aussergewöhnliche Ideen. Aber ausserhalb der Schule erschienen mir meine eigenen Projekte sehr viel wichtiger und so konstruierte ich ein mehrstufiges Raketenmodell, das in etwa 300 Metern Höhe Fotos machte, und dann am Fallschirm sicher landete. Ich war damals 12 Jahre und experimentierte in meinem laborähnlichen Kinderzimmer mit allerlei technischen und chemischen Dingen herum. Wie sich meine Mutter darüber freute, kann man sich sicher vorstellen. Chemie und Mikroskopie gehörten damals genau so zu meinen Hobbys wie Flugzeuge und Raumfahrt. Ich beteiligte mich später regelmässig aber leider erfolglos an „Jugend forscht“. Meine ältere Schwester Cornelia nahm mich bei Gelegenheit zu frühgeschichtlichen Ausgrabungsstätten, unterirdischen Höhlenbesichtigungen und zahlreichen Museumsbesuchen mit. Cornelia reiste zeitweise in ganz Europa umher und versorgte mich dadurch oft aus dem Ausland mit neuesten Erkenntnissen, Literatur oder wissenschaftlichen Geschenken aller Art. Heute bin ich Förderer des Deutschen Museums und könnte Tage dort verbringen.

 

Die Zukunft und die Vergangenheit interessierten mich sehr, sowie die unbegreiflichen Dimensionen von Zeit und Raum. Ich war auch als Kind schon ein kleiner Visionär und Zukunftsforscher. Die klassischen utopischen Werke von Jules Verne und H. G. Wells regten meine Fantasie stark an. Irgendwann einmal war ich zu Besuch in einer Sternwarte und in einem Planetarium. Diese, und einige andere beeindruckende Ereignisse veränderten mein Bewusstsein so stark, dass bald nichts mehr so sein sollte wie vorher:

 

Ich erkannte schnell die Winzigkeit des Planeten Erde und die kosmische Bedeutungslosigkeit seiner Bewohner. Durch eine tiefe innere Empfindung war ich sehr offen für ungewöhnliche Betrachtungsperspektiven unseres Daseins. Von diesem Zeitpunkt an, begann ich, Stück für Stück, in völlig anderen Dimensionen zu denken, was schulisch und beruflich selten von Vorteil war. Aber wer einmal das Aussergewöhnliche erfahren hat, kann sich anscheinend nicht mehr an die Normen des Durchschnitts binden. Dies machte sich in vielen Phasen meines Lebens immer wieder bemerkbar. Meine konservative Umwelt erkannte dies damals natürlich nicht und hemmte dadurch unbewusst meine Entwicklung. Erst in der heutigen Zeit beginnt die moderne Pädagogik ansatzweise auf die Individualität von Schülern einzugehen. Im damaligen System war für meine Individualität und Phantasie wenig Platz. Darum konnte ich mich auch selten für die Schule begeistern.

 

 

Ich war zwar stets freundlich und angepasst aber manche Lehrer und Methoden waren nicht meine Welt. Zu dieser Problematik kam leider noch erschwerend hinzu, dass sich meine Eltern trennten. Ich kam deshalb viele Jahre in ein angesehenes Internat. Meine Eltern erhofften sich dadurch vor Allem bessere schulische Ergebnisse. Das Internat war aber leider katholisch, ich aber evangelisch, was zunächst niemand, auch ich nicht, als Problem empfand.

 

Die nächsten 6 Jahre veränderten mich aber entscheidend:

 

Der "protestantische" Christopher kam natürlich den „fanatisch-katholischen“ Lehrern gerade Recht. Der von den konservativen Patern oft als „falschgläubig“ bezeichnete Christopher, lernte schnell die „Umerziehungsmethoden“ fanatisch konservativer Katholiken kennen. Als aufmerksamer Beobachter erkannte ich leider viel zu schnell die Machenschaften und Dogmen des scheinheiligen Vatikans und die Ausläufer der heiligen Inquisition. Mit dieser pubertären und provokanten Denkweise war ich selbstverständlich völlig allein und in dieser Zeit ging es mir nicht besonders gut, denn ich vermisste meine Familie sehr. Und im pubertären Alter natürlich auch den Austausch mit dem weiblichen Geschlecht, was in der Klosterzeit verständlicherweise streng verboten war.

 

Meine Leistungen schwankten während meiner gesamten Internatszeit stark hin und her. Damals viel das den "Pädagogen" kaum auf. Ob ich ein hochtalentierter Individualist bin, der nur in einem veraltetem System lebt, oder nur ein flüchtender Traumtänzer, war meiner Umwelt schlichtweg egal. Heutige Psychologen und Pädagogen würden diese prägenden Zusammenhänge natürlich berücksichtigen. Damals war eben alles etwas konservativer und niemand hat gemeckert. Wenn man in einem Schlafsaal mit 36 Betten keine Ruhe findet oder im Speisesaal mit weiteren 400 Jugendlichen um das lauwarme Essen kämpft, denkt man darüber sehr oft nach. Mein Weltbild überarbeitete ich in diesen Jahren gründlich. Ich wollte und konnte nicht mehr wie die grosse Masse denken und empfinden. Ich war voller Emotionen und wollte die Welt, mit all ihren Abgründen, so nicht akzeptieren. Ich bewunderte Querulanten wie Galileo, Luther, Jesus oder Gandhi. Menschen die einer tiefen wahren Überzeugung folgten, obwohl alle anderen dagegen waren. Gewalttätige Erzieher oder unreife Politiker, die mit Atomraketen spielen, waren ja keine Vorbilder.

 

 

In meiner Zeit im Kloster gab es zu meinem Glück aber auch ein paar weltliche Lehrer, die meine Individualität erkannten und förderten. In manchen Fächern, war ich dann plötzlich Klassenbester. Das war praktisch immer vom Lehrer abhängig. Heute weiss ich, dass mein Verhalten und meine Leistungen hauptsächlich mit persönlichen Beziehungen zu tun hatten. Zum Beispiel war ich einmal in Mathematik einer der Schlechtesten meiner Klasse. Ein Jahr später, natürlich bei einem anderen Lehrer, war ich dann Klassenbester. Der eine Lehrer hasste mich und der andere möchte mich. Leider waren die Lehrer, die mich richtig verstehen konnten, sehr selten und wechselten oft. So hatte ich schwankende Leistungen und machte keine schulische Karriere. Kurzzeitig hatte ich ein Problem damit, was aber heute absolut keine Schande mehr ist. Im Gegenteil. Während meines gesamten Lebens bildete ich mich ja ständig weiter, während sich die meisten auf verwelkten Lorbeeren ausruhen. Ich wollte immer schon wissen wie die Welt funktioniert, und die wenigen Antworten befriedigten selten meinen Wissensdurst.

 

 

In den Ferien arbeitete ich in den elterlichen Betrieben mit, im Sommer unter anderem auf einem Segelflugplatz. Auf dem Fluggelände lernte ich bereits in jungen Jahren das Autofahren und natürlich das Fliegen und Restaurieren verschiedener Flugzeuge. Die ersten Flugstunden auf dem legendären "Bergfalken" von 1951 sind mir noch gut in Erinnerung. Aus heutiger Sicht wurde mein Idealismus zur Fliegerei arbeitszeitlich ausgenutzt, aber "dabei sein" war eben alles für mich. Ich machte eine Fallschirmausbildung und belegte Kurse für das Sprechfunkzeugnis. So sammelte ich schon als Jugendlicher interessante Erfahrung. Ein besonderes Vorbild war mein Sprunglehrer Rolf Schauss, der unter Einsatz seines Lebens eine Familie aus der DDR befreite. Sein kleines wehrloses Flugzeug, hier auf dem nachfolgenden Foto, wurde dabei beinahe von russischen MIG´s abgeschossen. Ich war gerade erst 16 und bekam das alles hautnah mit. Dieses Erlebnis förderte in mir natürlich das Thema Freiheit ganz besonders, zumal ich selbst, in Rolfs Begleitung natürlich dieses ungewöhnliche Flugzeug einmal fliegen durfte. Rolf musste für sein mutiges Husarenstück jedoch jahrelang unter der Angst leiden, doch noch eines Tages von KGB Agenten liquidiert zu werden. Das war bei solchen Aktionen nämlich durchaus üblich. Rolf Schauss schrieb später ein BUCH darüber und betreibt heute noch seine FLUGSCHULE. Die alte "Wilga 35" machte nach unzähligen Dienstjahren eine Bruchlandung und die Tragflächen hängen heute an der Fassade des MAUERMUSEUM in Berlin.

 

  

 

Ja, die Schulzeit war für mich kein leichter Weg. Als investigativer Chefredakteur einer bissigen Schülerzeitung machte ich mich im Abschlussjahr weder bei Kirche noch Schule beliebt. Meine schulischen Leistungen reichten nach der unerlaubten Veröffentlichung der ersten unzensierten Ausgabe angeblich nicht für einen höheren Abschluss. Aber ich war auch nicht sonderlich daran interessiert, wusste ich doch in meinem Inneren, dass meine Zukunft niemals konventionell verlaufen würde. Nach unzähligen negativen und prägenden Erlebnissen verliess ich also ohne Abschluss die Schule, vernichtete alle meine Zeugnisse, legte meine Konfession ab und bezeichne mich seither als völlig konfessionsfrei.

 

 

Die Sturm und Drangzeit war bald vorüber und auch Religiosität wurde für mich etwas Natürliches. Ich lebe nach einfachen ethischen und christlichen Werten. Mit 18 Jahren zog ich dann in die eigenen vier Wände. Meine ersten Möbel bestanden aus einem Pappkarton als Tisch und einem furchtbaren Liegebett aus dem Supermarkt. Alles wurde von einer 40 Watt-Glühbirne, die einsamen an der Decke hing, beleuchtet. Aber ich war endlich frei und unabhängig... und natürlich ziemlich abgebrannt. Mein erstes Geld verdiente ich als einfacher Packer. Ich musste erst mal wieder zu mir selbst finden. Die meisten Jahre meines Lebens empfand ich als Einsamkeit und verbrachte auch viel Zeit allein.

 

 

Eigentlich wollte ich damals so gerne Pilot werden, mich aber deshalb nicht gleich 12 Jahre beim Militär verpflichten. In meiner Jugend waren Love and Peace populär und ich dachte eher pazifistisch als praktisch. Ausser dem wollte ich lieber sofort und ohne Verpflichtung mein eigenes Geld verdienen. Für meinen Vater war es natürlich nicht möglich, eine teure, private Hubschrauberausbildung zu finanzieren. Besonders nicht nach meinen bisherigen schulischen Leistungen. Und so lernte ich nach mehreren unterschiedlichen Aushilfsjobs den Beruf des Einzelhandelskaufmannes im elterlichen Betrieb. Ich war über diesen beruflichen Abstieg nicht sonderlich glücklich aber dadurch ergab sich die Möglichkeit, während der Ausbildung, meine Talente zu fördern. Meine Interessen liessen sich nur leider nicht eingrenzen und ich wollte mich auch nicht komplett auf eine einzelne berufliche Tätigkeit festlegen. Besonders in der deutschen Arbeitswelt ist diese Denkweise auch heute noch fehl am Platz.

 

 Und weil ich nie mein Abitur machte, aber wissbegierig war, besuchte ich jahrelang nebenbei, natürlich inkognito und unbemerkt, mittels Vorlesungsverzeichnis, alle für mich interessanten Vorlesungen, in einigen Universitäten. Heute ist das ja teilweise auch ohne Abitur möglich. Manchmal nahm ich auch an öffentlichen Gerichtsverhandlungen teil oder studierte Menschen im alltäglichen Sozialverhalten. Stets betrachte ich jegliche Erfahrungen oder Ausbildungen nur als Grundlage und erkenne Abschlüsse oder Diplome nicht als das Wichtigste im Leben an. Wissen muss ja immer wieder erneuert und überdacht werden. So kann es genau genommen auch keine wirklichen Abschlüsse geben. Besonders im gerade beginnenden kommunikativen Informationszeitalter werden wir lebenslang lernen müssen und unser Bildungssystem wird sich grundlegend ändern und anpassen. Besonders auch in sprachlichen Bereichen. Die immer stärker werdende persönliche Entwicklung und Individualität jedes Einzelnen, mit all ihren Konsequenzen, wird auch das Bild der zukünftigen Arbeitswelt nachhaltig prägen. Die Vagabunden des heutigen Arbeitsmarktes sind dann vielleicht die "Portfolioworker" von Morgen. Die Selbstverwirklichung und damit die Motivation und Gesundheit des Menschen stehen im Vordergrund. Das sind die letzten Ressourcen, die noch nicht voll ausgeschöpft sind. Von frühester Schulzeit bis hin zum Rentensystem wird sich alles anpassen müssen. Und deshalb fing ich 1984 frühzeitig schon mal damit an und machte mich noch während des ersten Lehrjahres beruflich selbständig.

 

 

 Als frischgebackener freier Unternehmer erweiterte ich seit 1984 meine Firmentätigkeiten ständig in den unterschiedlichsten Bereichen. Finanziell waren die ersten Jahre der jungen Firma nicht sonderlich spektakulär und gelegentliche Misserfolge gab es natürlich auch. Ich handelte mit einigen wenigen Artikeln, machte Werbung in den Zeitungen und versendete dies und das. Nebenbei nahm ich einen Auftrag als Fahrer und Techniker bei einer Modenschautruppe an. Wir traten in einigen Länder auf und in Mailand blieb ich dann hängen, wo ich mehrere Monate als selbsternannter Fotograf und Nebendarsteller lebte.

 

   

 

Ich bekam sogar kleinere Jobs bei Film und Fernsehen. Anfangs fotografierte ich alles Mögliche und erarbeitete mit den zahlreichen Künstlern Vorstellungsmappen für die Agenturen. Und auf dem Laufsteg zeigte ich, was ich wiederum bei den Fotomodellen gelernt hatte.

 

       

 

Berühmt wurde ich in dieser schwierigen Branche natürlich nicht, aber ich konnte meine fotografischen Kenntnisse, die ich von meinem Vater gelernt hatte, perfektionieren. Diese Zeit förderte besonders meine Persönlichkeitsentwicklung und ich entdeckte meinen eigenen fotografischen Stil.

 

  

 

Und ganz nebenbei lernte man auch jede Menge über Menschen und ihre Macken. Auch heute noch nehme ich gelegentlich Aufträge als Fotograf oder Fotomodell an, was immer eine interessante Abwechslung bedeutet. Gelegentlich findet man mich sogar in irgendwelchen Zeitschriften.

 

       

 

 

Zurück in Deutschland, importierte ich dann als Grosshändler, zunächst bayerische Flaggen aus China, zum Weiterverkauf an Geschenkartikelläden.

 

 

Später kamen viele andere Artikel dazu, aber diesen Bereich übertrug ich nach wenigen Jahren meinem Bruder Andreas, der bis heute sehr erfolgreich unter www.flaggen-pehl.de das Flaggengeschäft, inzwischen international betreibt. Meine Tätigkeiten glichen in dieser Zeit eher einer Odyssee als einer Berufung. Aber die unterschiedlichen Erfahrungen waren für meine persönliche Entwicklung förderlich. Ich erweiterte meinen Gewerbeschein recht häufig um neue Bereiche.

 

So restaurierte ich gleichzeitig klassische Automobile, gab Skikurse, verkaufte Geschenkartikel, fotografierte viel, gab Kurse in Ernährungslehre und nahm Aufträge aller Art an. Pädagogisch und zwischenmenschlich konnte ich Erfahrungen sammeln, die später auch zu einer guten Mitarbeiterführung und zu einem sehr guten Betriebsklima führten. In dieser Zeit lernte ich sehr viele wirtschaftliche, soziale und menschliche Zusammenhänge kennen, hatte unzählige Produkte, viele Mitarbeiter und Handelsvertreter. Und natürlich auch jede Menge Rückschläge. Einmal verlor ich auf einen Schlag über 100.000 DM. Es waren Aussenstände mehrerer Firmen, die über Nacht insolvent wurden. Unternehmenspleiten waren auch damals keine Seltenheit und nicht nur ein Mal befand ich mich selbst auch am Rande meiner Existenz. Niemand bleibt in dieser Welt von Fehlern und Problemen verschont.

 

Schlaflose Nächte sind im Geschäftsleben ganz normal und manchmal glaubt man, die ganze Welt habe sich gegen einen verschworen. Wer viel bewegt, viel kauft und verkauft und viel Verantwortung trägt, hat eine Menge Arbeit und auch gelegentlich Ärger. Ich arbeitete irgendwann über 80 Stunden pro Woche und verlor meine eigene Lebensqualität und meine persönlichen Ziele aus den Augen. Es folgten Fehler und Rückschläge. Ich gewann und verlor und das unternehmerische Risiko spürte ich gelegentlich sehr stark. Ich führte auch mehrere sehr komplizierte juristische Prozesse, die ich zwar ausnahmslos gewann, die sich aber nicht immer als finanziell rentabel erwiesen. So lernte ich eine der wichtigsten Lektionen des deutschen Rechtssystems kennen: Recht haben und Recht bekommen sind zwei völlig unterschiedliche Dinge! Und noch etwas: Um Recht zu bekommen braucht man auch jede Menge Geld! Wer kein Geld hat, bekommt kaum eine Chance auf persönliche Gerechtigkeit!

 

 

Zu jener Zeit fand ich Computer fürmich persönlich noch ziemlich nutzlos, was sich aber bald ändern sollte: Ich eröffnete zusätzlich zu meinen vielen Aktivitäten auch noch ein komplettes Computerfachgeschäft. Allerdings hatte ich dadurch bald kaum noch Zeit für mich selbst. Meine Berufung, mein Glück, meine Beziehungen und meine Lebensqualität waren kaum noch vorhanden. Ich hatte mich selbst zeitlich vernachlässigt und fühlte mich im Grunde meines Herzens immer noch einsam und unverstanden. Es hat ziemlich lange gedauert, bis ich einsehen wollte, das die ganze Arbeit längst zur sinnlosen Schufterei geworden war. Von meiner eigenen Berufung war ich Lichtjahre entfernt.

 

Aber zum Glück wachte ich auf und beschloss die Zukunft komplett anders zu gestalten. Und da ich ja immer schon sehr flexibel war und viel lernen wollte, hatten sich in bis zu meinem 30. Geburtstag Informationen und Erfahrungen angesammelt, die für so ein Alter absolut ungewöhnlich sind. Das dies ein wertvoller Erfahrungsschatz werden würde, ahnte damals natürlich kaum jemand. Ich bemerkte aber, dass mich der Handel und Verkauf von fester Materie nicht mehr interessierte. Ich hatte doch schon so viel erlebt und gearbeitet und es hatte mich immer seltener befriedigend. Und auch die Computer selbst sah ich nur noch als Werkzeug an. So gab ich alle meine materiellen Geschäfte auf und bot nur noch virtuelle Leistungen an. Am Anfang zimmerte ich eine holprige Homepage, die weder erfolgreich noch bekannt war. Aber ich war davon überzeugt, meiner Berufung dadurch näher zu kommen und kämpfte Nacht für Nacht gegen unvollkommene Technologie und vollkommene Müdigkeit.

 

 

So steuerte ich also nach den ersten zehn Jahren konventioneller harter Arbeit mein Unternehmen HEUREKA HEUREKA in eine völlig neue Richtung, um unabhängiger, zeitgemässer, anpassungsfähiger und mobiler zu werden. Beruflich und privat war ich ja in weit über 20 Ländern gewesen und Mobilität entsprach sowieso eher meinem Wesen. Die Zeiten würden sich sicher stark verändern und moderne Arten und Möglichkeiten der globalen Arbeit waren die Zukunft. Und endlich verschwanden durch die Verbesserung der Technologie die Grenzen.

 

Das Lösen von Problemen aller Art reizte mich ja schon immer und ich fand bei Produkten jeder Art, gerne Fehler in Funktion oder Design. Das Testen und Verbessern von Produkten machte mir immer viel Spass. Ich erforschte neue Lebensweisen und bei meinen Experimenten probierte ich alles auch selbst aus. Offenheit und teamfähige Kooperationsbereitschaft sind ja meine besondere Stärke. Extreme Bedingungen und schwierige Probleme fordern mich gerade zu heraus und ich versuche ihnen mit unkonventionellen Erfindungsreichtum zu begegnen. Manchmal ist dazu sehr viel Einfühlungsvermögen notwendig. Ich analysiere und beobachte viel. Wichtig ist es auch Fehler einzugestehen, Schwächen zu zeigen und konstruktiver Kritik stets aufgeschlossen zu sein. Das alles wurde also über die Jahre mehr und mehr zu meiner Berufung: Professioneller Problemlöser!

 

 

Ich bin nicht nur, wie viele Menschen, ein Suchender, sondern vor Allem auch ein Finder, der sich allerdings nie anderen Gruppierungen einfach so anschloss, sondern stets seine eigenen Wege gegangen ist. Ich blieb deshalb auch nicht bei ideologischen, politischen, kommerziellen oder religiösen Gruppierungen haften. Die meisten Menschen leben ein relativ „normales“ Leben und denken nur selten darüber nach. Ich hatte in meinem Leben ungewöhnlich viele intensive Erlebnisse, die mich zum Nachdenken anregten und meine Perspektiven veränderten. Das Leben und das Dasein waren für mich oft eine besondere Herausforderung und es war nicht immer leicht. In all den Jahren habe ich viel gelesen und diskutiert. Durch meine Selbstdarstellung und diese Internetseite versteht der aufmerksame Leser hoffentlich etwas besser meine Lebenseinstellung. Selbstverständlich ist das keineswegs.

 

So habe ich Manches verstehen und verbessern gelernt und die letzten Jahre auch mein gesamtes Leben total vereinfacht. Bürokratische Dinge hinderten mich immer schon an meiner Kreativität, denn ich konzentriere mich lieber auf das Wesentliche im Leben. Durch totale Vereinfachung und Rationalisierung habe ich heute viel mehr Platz, Zeit und Geld. Da ich hauptsächlich mobil und global lebe und arbeite, habe ich mein Dasein völlig vereinfacht und auf das Wesentliche reduziert. Mein Leben ist intensiver, klarer und freier geworden als je zuvor.

 

Das Geheimnis liegt in einer extremen "Entbürokratisierung", die zunächst nahezu utopisch erscheint: Beispielsweise passt mein GESAMTER "Papierkram" (Von der Geburtsurkunde bis zur Steuererklärung) in EINEN dünnen Ordner. Heutige Fremdwörter sind für mich: sinnlose Portokosten, veraltete Faxgeräte, mühsame Buchführung, fehlerhafte Telefonrechnungen, betrügerische Rente, widerliche Steuererklärungen, teure Krankenversicherung usw... Die gesamte Kommunikation findet ausschliesslich per Mobiltelefon und kostenfrei per E-Mail oder Internet-Telefonie statt. Alle Kontakte und Informationen finden sich im globalen Internet und alles funktioniert völlig virtuell, problemlos und ohne Zwang oder Vertragsbindung. Mein Gesamtbesitz passt in mein Auto und ich habe nur einen einzigen guten Anzug. Nur mit dieser Lebenseinstellung und den dadurch frei gewordenen Ressourcen entstanden Erfindungen wie zum Beispiel die elegante Lösung des Schuldner-Gläubiger-Paradoxons. Viele völlig neue Ideen entstehen im Leben nur mit offenem Denken und etwas Zeit.

 

 

Mein persönliches Jubiläum 2004: 40 Jahre Christopher Pehl, 40 Jahre in Deutschland, 40 Jahre Kampf gegen menschliche Denkblockaden, Ungerechtigkeit, Bürokratie, Massenverblödung usw., 20 Jahre Selbständigkeit, 20 Jahre wahnwitzige Steuern bezahlt, 20 Jahre Vegetarier, 20 Jahre Führerschein, 20 Jahre Konfessionsfreiheit... hab ich vielleicht noch was vergessen?

 

Meine Einzelfirma HEUREKA HEUREKA wandelte ich im Zuge der ruinösen wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse in Deutschland, 2004 in eine andere Unternehmensform um. Die unkommerzielle HEUREKA HEUREKA LTD. befindet sich nun im unternehmerfreundlichen London. Ich selbst lebe heute viel bewusster und habe mehr Lebensqualität, Zeit und Freude als früher. Im heissen Sommer lebe ich manchmal im Norden, während ich in den kalten Monaten südliche Länder bevorzuge. Meinen Wohnsitz habe ich selbstverständlich ausserhalb der EU. Als freier Weltbürger liebe ich das Reisen, was bei meiner universellen Tätigkeit sowieso normal und auch sehr interessant ist. Mobilität und Kommunikation lösen Grenzen auf, hoffentlich bald in den Köpfen aller Menschheit.

 

Zur Ergänzung und zur Darstellung meiner Interessen befasste ich mich mit vielen Themen:

 

(Den meisten erscheint das unrealistisch viel, aber vergessen Sie bitte nicht, dass ich für die vielen Fachbereiche mein ganzes Leben lang Zeit hatte und mich natürlich auch nicht mit allem intensiv beschäftigen konnte. Manches habe ich natürlich nur überflogen. Dafür würden sonst tatsächlich 100 Jahre nicht reichen!)

 

Fotografie, Kameratechnik, Fahrzeugtechnik, Gerätetauchen, Gitarre, Schweissen, Ernährungslehre, Gesundheitsberatung, Ökologische Bautechnik, Architektur, Konfliktmanagement, Raumfahrt, Kosmologie, Astronomie, Völkerkunde, Navigation, Verkaufsförderung, Mitarbeiterführung, Insolvenzrecht, Kriminalistik, Rechtskunde, Strategie, Analytik, Kryptografie, Daktyloskopie, Werkssicherheit, Soziologie, Fallschirmspringen, Segelfliegen, Geschichte, Mikroskopie, Mediation, Team Building, Ergonomie, Baustoffbiologie, Heilkräuterkunde, Ökologischer Landbau, Alternativmedizin, Homöopathie, Farbenlehre, Kirlianfotografie, Energietechnik, Pädagogik, Motivation, Englisch, Theologie, Philosophie, Statistik, Chemie, Informatik, Gestaltung, Design, Webdesign, Anthroposophie, Psychologie, Parapsychologie, Verhaltensforschung, Archäologie, Instrumentelle Transkommunikation, Biophotonik, Erdgeschichte, Werbung, Marketing und Kommunikation.

 

Zum Abschluss wichtige Worte von Marianne Williamson, zitiert von Nelson Mandela bei seiner Antrittsrede als Präsident:

 

"Unsere tiefste Angst ist es nicht, dass wir unzureichend sind. Unsere tiefste Angst ist, dass wir unglaublich kraftvoll und schöpferisch sein können. Es ist unser Licht, dass wir fürchten, nicht unsere Dunkelheit". Wir fragen uns: "Wer bin ich denn schon, dass ich, talentiert, leuchtend, und kreativ sein darf?" Aber wer bist Du denn, dass Du es nicht sein darfst? Du bist doch ein Teil eines unbegreiflich schöpferischen Universums, ein Kind der Natur und seiner unbegrenzten Möglichkeiten! Wenn Du Dich und Deine Fähigkeiten verleugnest, dient das bestimmt nicht der Welt. Es ist nichts Erleuchtendes dabei, wenn Du Dich begrenzt, nur damit Andere sich in ihrer eigenen Begrenztheit bestätigt fühlen. Du wurdest geboren, um das Licht der wunderbaren Schöpfung strahlen zu lassen, welches in uns allen ist. Und wenn wir unser Licht erstrahlen lassen, geben wir anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun. Wenn wir uns von unserer sinnlosen Angst befreien, werden wir allein durch unsere Gegenwart auch Andere befreien!

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